Der anspruchsvollste Job der Welt

Es ist wohl unumstritten der härteste und zudem schlechtbezahlteste Job der Welt. Denn wo sonst sind die Anforderungen so hoch und vielfältig? Man braucht sehr gute Qualifikationen als Köchin, Putzfrau, Psychologin, Krankenschwester, Taxi-Fahrerin, Managerin und Lehrerin, arbeitet 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr und das ganz ohne Urlaub und mit nur sehr geringem Verdienst. Natürlich auch ohne Kranken- oder Rentenversicherung. Welcher Job das ist? Mutter sein! Und genau das sollten wir alle schätzen und würdigen und unseren Müttern DANKE sagen. Danke für all die Zeit, Aufopferung, Hilfe und Unterstützung. Und die beste Gelegenheit dazu ist der zweite Sonntag im Mai, der Muttertag. Aber natürlich auch sonst sollten wir stets daran denken und unseren Müttern danken.

Woher stammt der Muttertag

Anna Marie Jarvis ist international anerkannt als die Gründerin des Muttertags. Sie hat in Grafton (West Virginia) gelebt. Ihre Mutter Ann Maria Reeves Jarvis organisierte während des amerikanischen Bürgerkriegs sogenannte „Mother´s Friendship Days“ an denen die Verwundeten beider Seiten das Notwendigste bekommen sollten. Nach dem Krieg versuchte sie dann vergebens den Muttertag offiziell einzuführen. Ihre Tochter allerdings setzte sich weiterhin dafür ein. Am 12. Mai 1907, der Sonntag des zweiten Todestages ihrer Mutter, wurde in der Kirche ein „Mother´s day meeting“ zu ihren Ehren abgehalten. Ein Jahr später wurde in der Kirche eine Andacht zu Ehren allen Müttern abgehalten. Anna verteilte 500 rote und weiße Nelken, die die Lieblingsblumen ihrer Mutter waren. Die Roten waren für die anwesenden Mütter, die weißen Nelken standen als Erinnerung an die Toten.

Anschließend galt ihre volle Aufmerksamkeit der Einführung des Muttertags als anerkannter Feiertag. Sie schrieb Briefe an sämtliche Politiker, Geschäftsleute, Geistige und Frauenvereine. Und damit war sie sehr erfolgreich, denn bereits 1909 wurde der Muttertag als solcher in 45 Staaten der USA gefeiert. 1914 wurde der zweite Sonntag im Mai als offizieller Feiertag für die Verehrung aller Mütter festgelegt.

Die Kommerzialisierung des Muttertags

Im Laufe der 1920 Jahre wurde der Feiertag dann mehr und mehr kommerzialisiert. Das war allerdings ganz und gar nicht in Anna Jarvis Sinn und sie ärgerte sich sehr darüber. Sie versuchte sogar den Feiertag rückgängig zu machen und ging gerichtlich dagegen vor, allerdings erfolglos. Aufgrund dieser Niederlage und ihrer Enttäuschung störte sie sogar eine Feier so massiv, dass sie kurzzeitig ins Gefängnis musste. Zusammen mit ihrer Schwester Ellsinore versuchte sie alles um den von ihr ins Leben gerufene Muttertag wieder zu revidieren. Für ihren Kampf verwendeten die Schwestern die komplette Familienerbschaft und beide starben in Armut. Für Anna war es am schlimmsten, dass plötzlich Millionen von Söhnen und Töchtern am Muttertag ihren Müttern einfach nur eine Karte schickten. Denn der eigentliche Sinn, die Mutter zu ehren und ihr aufrichtig zu danken ging damit vollkommen verloren.

Vor allem den Blumenhändlern ist der Muttertag sehr wichtig. Denn dieser Tag ist, sogar noch vor dem Valentinstag, der Umsatzstärkste im Jahr. Rund 130 Millionen Euro bringt ihnen dieser Feiertag. Im Schnitt gibt jeder Deutsche 25 Euro für ein Geschenk, welches natürlich nicht nur der klassische Blumenstrauß ist, aus. Auch in den USA wird sehr viel am Muttertag gekauft. Lediglich das Weihnachtsgeschäft toppt noch die Umsätze.

Die Verbreitung des Feiertags

Bereits 1912 feierten die Engländer den Muttertag. 1917 folgte dann die Schweiz ein Jahr später wurde dann auch in Finnland, Norwegen und Schweden gefeiert. In Deutschland wurde 1923, durch Plakate vom Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber auf denen stand: Ehret die Mutter, der Muttertag ins Leben gerufen. Ab 1926 wurde die Propagierung an die Arbeitsgemeinschaft für Volksgesundung übertragen um daraus einen Feiertag zu machen. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden besonders kinderreiche Mütter als Heldinnen gefeiert um den arischen Nachwuchs zu fördern. 1933 war der Muttertag dann ein offizieller Feiertag. Ab 1938 wurde Frauen das Ehrenkreuz verliehen. Um ein Bronze Kreuz zu bekommen musste eine Frau mindestens 4 Kinder lebend geboren haben, ab sechs Kindern gab es dann die zweite Stufe, ein Kreuz aus Silber. Mütter die acht oder mehr Kinder hatten wurden mit der höchsten Auszeichnung, dem Ehrenkreuz in Gold, belohnt.

Mein Geschenktip

Allen Müttern gehört ganz sicher ein riesen Dank für die wunderbare und vor allem selbstlose Arbeit die sie jeden Tag aufs Neue verrichten, doch es muss nicht immer ein teuer gekauftes Geschenk sein. Wie wäre es zum Beispiel, wenn ihr eure Mütter einfach mal verwöhnt an diesem Tag. Kocht etwas Schönes, macht einen gemeinsamen Ausflug, verbringt Zeit miteinander. Und wenn ihr doch etwas Materielles schenken wollt, dass allerdings etwas Besonderes ist, wie wäre es mit einem Gutschein zur Passformberatung und dazu die passende Unterwäsche ;-)


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